4.3.6.3 Sampling

Ein Prozess des qualitativen Samplings erfolgte in der Studie nicht, da die zu befragenden Personen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts sind. Folgend werden nun die an der Studie beteiligten Akteurinnen und Akteure mit Pseudonymen vorgestellt. Bei den vier Lehrkräften handelt es sich um die beiden Holzmindener Lehrer Bernd Becker und Mike Müller sowie die Duderstädter Lehrer Stefan Schneider und Florian Fischer. Aufgrund der internen Arbeitsteilung der Lehrkräfte wurden in der Zwischenevaluation nur die beiden Lehrkräfte interviewt, welche zu dieser Zeit die digitale Lehre an den Schulen angewendet haben. Zur Vorherbefragung und in der Endevaluation wurden alle vier Lehrkräfte interviewt. Alle Betriebe der Auszubildenden wurden in der Vorherbefragung für ein Interview angefragt, von denen sechs mit positiver Rückmeldung im Sommer 2016 durchgeführt wurden. Dabei handelt es sich um zwei Betriebe aus dem Raum Holzminden und vier Betriebe aus dem Raum Duderstadt. Die beiden Schulleitungen der teilnehmenden Schulen Duderstadt und Holzminden wurden ebenfalls interviewt. In den beiden Projektklassen in Duderstadt und Holzminden kam es im Verlauf der beiden Jahre unter den SuSSchüler und Schülerinnen zu einiger Fluktuation. Die folgende Abbildung zeigt das Sampling der Auszubildenden (vgl. nachfolgende Abbildung).

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Zum Start der Vorherbefragung waren vier Holzmindener und acht Duderstädter Auszubildende mit einem Geschlechterverhältnis von fünf weiblichen und sieben männlichen Auszubildenden im Projekt integriert. Bereits vor Beginn der digitalen Lehre im Schuljahr 2017/2018 ist die Holzmindener Schülerin Iris aufgrund eines Berufsschulwechsels aus dem Projektpool ausgeschieden. Etwa zur gleichen Zeit sind Nico und Marius neu in die Projektklasse als sogenannte „Verkürzer“ eingestiegen. Das bedeutet, dass sie das erste Ausbildungsjahr aufgrund einschlägiger Vorkenntnisse übersprungen haben und direkt in das zweite Lehrjahr einsteigen. Für die Studie gibt es daher zwei Versionen der Ergebnisse der Vorherbefragung, erstere vor der eben beschriebenen Fluktuation mit 13 Beteiligten und letztere danach mit 14 Beteiligten. Im weiteren Verlauf des Schuljahres ist die Duderstädter Schülerin Evgenia in Elternzeit gegangen und ein weiterer „Verkürzer“, Oskar, kam hinzu. Somit liegt die Gruppe der SuS zum Ende des Projekts wie auch nach der ersten Fluktuation bei 13 Auszubildenden, allerdings hat sich das Geschlechterverhältnis stark von fünf weiblichen und sieben männlichen hin zu drei weiblichen und zehn männlichen Auszubildenden verändert. Die nachfolgende Zusammenfassung bezieht sich auf die zwölf Auszubildenden, welche an der Vorherbefragung teilgenommen haben. Die Altersstruktur der Auszubildenden reicht von 16 bis 46, wird aber von den 18 bis 20-Jährigen (sieben) dominiert. Das Durchschnittsalter liegt bei 21,6 (Mittelwert), bzw. bei 19 (Median). Bildungsbiographisch dominiert das Abitur mit sieben Nennungen, gefolgt vom Realschulabschluss mit vier Nennungen und einem Hauptschulabschluss. Der Hauptschulabschluss ist ein sogenannter spätqualifizierender Abschluss, außerdem ist unter den Abiturientinnen eine Studienabbrecherin. Die Wohn-, Arbeits- und Schulortsituation und damit die Mobilitätssituation der Auszubildenden wird in den Ergebnissen der SuS (vgl. Kap. 4.3.2) dargestellt.